Soziale Kompetenzen werden uns nicht in die Wiege gelegt. Von Geburt an stehen wir im Spannungsfeld zwischen egoistischen Bedürfnissen und der starken Sehnsucht, einer Gemeinschaft von Menschen anzugehören. Genauso wie man das Reden durch Sprechen lernt, erlernt man Sozialverhalten in einer Gemeinschaft, in und mit der man handelt. Dadurch erwirbt ein Kind Sozialkompetenz, also die Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen, tragfähige Beziehungen zu gestalten und ein gutes Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen, tragfähige Beziehungen zu gestalten und ein gutes Beziehungsnetzwerk zu betreiben.
Umgang mit eigenen Emotionen in sozialen Situationen (5-7 Jahre)
Aufgabe: Versetze dich einmal in die Situation und überlege es dir, was du denken und wie du in folgenden Situationen reagieren würdest. Versuche, dich in einer oder mehreren Reaktionen wiederzufinden und zu entscheiden, wie sehr jede der Reaktionen zum Lösen des Problems beitragen würde. Bitte wähle eine Antwortmöglichkeit.
1. Auf dem Spielplatz bist du an der Reihe beim Schaukeln. Ein anderes Kind drängelt sich vor. Was tust du?
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a) Du sagst laut und deutlich zu ihm: „Ich bin jetzt dran. Wenn ich fertig bin, kannst du schaukeln.“ b) Du gibst nach und lässt das andere Kind schaukeln. c) Du schubst das Kind weg. d) Du schaust das Kind an und sagst: „Ich finde es ungerecht, dass du dich vordrängelst. Du solltest genauso wie die anderen warten, bis du an der Reihe bist.“ |
2. Dein großer Bruder wechselt das Fernsehprogramm, das du gerade schaust. Was tust du?
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a) Du ziehst den Stecker raus und sagst: „Jetzt ist Schluss mit Fernsehen.“ b) Du bittest deinen Bruder, zurückzuschalten. Dein Programm ist fast zu Ende. Danach kann dein Bruder seine Lieblingssendung schauen. c) Du gehst zu den Eltern und beklagst dich über deinen Bruder. d) Du fängst an, mit deinem Bruder zu schimpfen. |
3. Du merkst, dass du dich mit deiner Freundin nicht mehr so gut verstehst. Was tust du?
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a) Du findest dich damit ab. Es kann sein, dass es deiner Freundin gerade nicht so gutgeht. b) Du sagst deiner Freundin ins Gesicht, dass sich etwas komisch anfüllt. c) Du lässt diese Freundschaft auslaufen. Man verändert sich halt. d) Du ermunterst sie, mit dir zu reden. |
4. Wenn du mal einen richtig schlechten Tag hast, wie zeigst du das den anderen?
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a) Schlechte Laune sieht man mir an. Ich grübele und mache mir über unwichtige Dinge Sorgen und Gedanken. Das ist doch in Ordnung. Jeder hat mal einen schlechten Tag. b) Es kann sein, dass ich unhöflich bin oder jemanden anschreie. c) Ich zeige das nicht. Ich tue so, als wäre alles in Ordnung. d) Ich versuche, mich irgendwie zu zwingen, etwas zu tun: Ich gehe spazieren oder zum Spielplatz, treffe mich mit meinen Freunden usw. |
5. Du hast Äpfel vom Apfelbaum deiner Nachbarin geklaut. Nun läufst du mit schlechtem Gewissen herum. Du kannst dich gar nicht mehr über Äpfel freuen. Was tust du?
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a) Du erzählst das deinen Freunden und fragst sie nach ihrer Meinung. Falls sie das in Ordnung finden, kannst du dich von deinem schlechten Gewissen verabschieden. b) Du gehst zur Nachbarin und entschuldigst dich. c) Du erzählst das deinen Eltern. Sie sagen deiner Nachbarin Bescheid und entschuldigen sich für dich. d) Du traust dich nicht, es zuzugeben. Es ist doch nicht so schlimm, wenn man nur einmal geklaut hat. |
6. Du bist zu einer Geburtstagsparty deines Freundes Peter eingeladen. Es stellte sich heraus, dass du dort keinen kennst. Was machst du?
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a) Du fühlst dich auf der Party unwohl und gehst weg. b) Du suchst jemanden, der alleine steht, und sprichst ihn an. c) Du wartest darauf, bis Peter dich vorstellt. d) Du lernst nicht gern neue Leute kennen. Du suchst nach einer Beschäftigung für dich, blätterst in einer Zeitschrift, die dort herumliegt. |
| Lösungen: 1.a), 2.b), 3.b), 4.c), 5.b), 6.b) |
Veränderungen (8-9 Jahre)
Die Aufgabe testet das Wissen über potenziell auftretende Intensivierungen (z. B. aus Fröhlichkeit wird Freude) bzw. über mögliche Übergänge einer bestimmten Emotion (z. B. aus Unzufriedenheit wird Frust). Ihrem Kind werden verschiedene Szenarien vorgelegt, für die Sie die am besten passende Option, wie sich die entsprechende Emotion verändern könnte, aus je vier Antwortalternativen aussuchen sollen.
Aufgabe: Bitte wähle die am besten passende Option aus.
1. Auf dem Schulweg sah Christoph eine Gruppe älterer Kinder. Sie alberten herum und kamen auf ihn zu. Nach einer Weile fühlte er sich bedrängt und hatte Angst. Was war in der Zwischenzeit geschehen?
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a) Sie haben ihn bedroht und ihm sein Essensgeld abgenommen. b) Ihm wurde gesagt, die erste Stunde falle krankheitsbedingt aus. c) Er wurde am Nachmittag zum Ballspielen eingeladen. d) Sie schenkten ihm eine CD von seiner Lieblingsband. |
2. Nadine war überrascht, als eines Tages in ihre Klasse ein neues Mädchen kam. Dann war sie voller Bewunderung. Was war in der Zwischenzeit geschehen?
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a) In der Frühstückspause hat sie mit dem neuen Mädchen Brote getauscht. b) In Geschichte haben sie einen Film über den Zweiten Weltkrieg geschaut. c) Das Mädchen hat erzählt, dass sie Ballett tanzt. Nadine war von Ballett total begeistert. d) Das Mädchen meinte, sie brauche morgens eine ganze Stunde für den Schulweg. |
3. Marc spielte mit seinen Freunden Ball. Der Ball rollte dabei in einen Nachbargarten. Dann bekam Marc Angst. Was war in der Zwischenzeit geschehen?
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a) Der Freund von Marc sagte ihm, dass er den Ball zurückholen wird. b) Marc hatte Bedenken, dass der Ball gefunden wird. c) Marcs Freunde wollten danach nicht mehr Ballspielen. d) Marc sollte den Ball zurückholen, aber im Nachbargarten stand plötzlich ein großer Hund. |
4. Beim Schulunterricht hat Jost nicht zugehört. Als er dann eine Frage stellte, die gerade eben besprochen worden war, lachten alle. Jost fühlte sich mies. Etwas später war er erleichtert. Was war in der Zwischenzeit geschehen?
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a) Er schlug das Schulbuch auf und fand dort die Antwort auf seine Frage. b) Seine Lehrerin sagte, dass es nicht schlimm ist, wenn man nachfragt. Eine Wiederholung schadet ja nicht. c) Sein Tischnachbar beleidigte ihn. d) Seine Lehrerin sagte Peter, dass er oft unkonzentriert sei, und fragte ihn nach dem Grund. |
5. Am Freitagabend war Nicole müde und wollte etwas früher ins Bett gehen. Wegen des pausenlosen Geschreis ihrer 2-jährigen Schwester konnte sie aber nicht einschlafen. Sie lag im Bett, zog sich die Decke über die Ohren und ärgerte sich maßlos. Etwas später war ihr Ärger vorbei. Was war in der Zwischenzeit geschehen?
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a) Ihre kleine Schwester hat aufgehört zu weinen, und Nicole konnte nach einer Weile einschlafen. b) Sie nahm ihr Kuscheltier mit ins Bett. c) Nicole hat daran gedacht, dass kleine Schwestern echt ziemlich überflüssig sind. d) Im Radio lief ihr Lieblingslied. |
| Lösungen: 1.a), 2.c), 3.d), 4.b), 5.a) |