Gesellschaftliche Entwicklung / Auszug aus meinem Buch IQ-Training für Generation 55plus

Älterung der Weltbevölkerung

In Zukunft wid der Anteil älterer Menschen in der deutschen Bevölkerung stetig größer. Dank des medizinischen Fortschritts leben wir immer länger. Und weil wir immer weniger an "einfachen", früher tödlichen Infektionskrankheiten sterben, erkranken immer mehr Menschen an chronischen Zerfallserscheinungen wie Demenz. Denn das Risiko für Demenzen steigt mit dem Alter rapide an. Während von den 65-Jährigen gerade jeder 26. Alzheimer bekommt, ist es bei den 85-Jährigen schon jeder Dritte. In Deutschland beträgt die Zahl der Demenz-Patienten im Moment 1,4 Millionen. Zwei Drittel von ihnen leiden an Alzheimer. Jedes Jahr bekommen 300 000 Menschen die Diagnose Demenz.

Alzheimer ist eine Demenz-Art, die Probleme mit dem Gedächtnis, dem Denken und dem Verhalten verursacht. Die Krankheit entsteht dadurch, dass die Moleküle mit giftigen Eiweißstoffen Nervenzellen zerstören. Die Art der Beschwerden und die Dauer der einzelnen Krankheitsphasen unterscheiden sich stark von Patient zu Patient. Die Reihenfolge der Beschwerden ist bei fast allen Patienten gleich.

Frühstadium: Durch seine enorme Leistungsfähigkeit kann das Gehirn einen Verlust an Nervenzellen jahrelang ausgleichen. Erst danach fallen kleine Fehler auf, die durch Vergesslichkeit oder Konzentrationsprobleme entstehen.

Mittleres Stadium: Die Selbständigkeit ist erstmals eingeschränkt. Die zeitliche und örtliche Orientierung fällt schwerer, ebenso die Bewältigung der Alltagsroutine. Verhaltensauffälligkeiten und der Verlust des Tag-Nacht-Rhythmus kommen vor.

Spätstadium: e länger die Krankheit dauert, desto mehr Fähigkeiten gehen verloren. Die Patienten sind völlig abhängig von Pflege. Das Zeitgefühl schwindet, ebenso die Sprache. Kommunikation gelingt über Berührungen.

Die meisten Personen mit Alzheimer sind 65 Jahre oder älter.Menschen mit Alzheimer verlieren nach und nach ihr Gedächtnis und damit die Erinnerung an ihre eigene Persönlichkeit. Es ist eine fortschreitende Krankheit, bei der sich Demenz-Symptome über mehrere Jahre schrittweise verschlimmern. In der frühen Phase ist der Gedächtnisverlust gering, doch in der fortgeschrittenen Phase der Alzheimer-Krankheit verlieren die Betroffenen die Fähigkeit, eine Unterhaltung zu führen und auf ihre Umgebung zu reagieren. Personen mit Alzheimer überleben durchschnittlich acht Jahre, gerechnet von dem Zeitpunkt, an dem die Symptome für andere erkennbar werden, aber die Überlebensdauer kann sich zwischen vier und 20 Jahren bewegen, abhängig vom Alter und anderen Gesundheitsbedingungen.

Es gibt Medikamente, die zur Behandlung von Demenz-Symptomen eingesetzt werden. Patienten in frühen bis mittlerem Stadium bekommen Medikamente, die die Symptome für sechs bis zwölf Monate stabilisieren. Derzeit gibt es aber keine Heilmittel, das das Fortschreiten der Krankheit stoppen kann.

Prävention von mentalem Abbau durch gesunden Lebensstil

Unser Gehirn ist dem Alternsprozess unwiderruflich ausgesetzt. Es ist nicht austauschbar, wie manche Organe.
Eine leichte Vergesslichkeit wird jedoch im Alter jedem Menschen zugesprochen und gilt als "normal". Aber es muss im Alter nicht zwangsläufig zu einem Verlust der geistigen Fähigkeiten und des Gedächtnisses kommen. Der Schlüssel für ein leistungsfähigeres Gehirn ist eine gesunde und aktive Lebensweise. Mit Sport, gesundem Essen und mentalen Tätigkeiten kann man sehr viel erreichen. In allen Lebenslagen hat man mehrere Möglichkeiten.

Gesunde Ernährung Es wird eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und eine entsprechend balancierte Fett- und Cholesterinaufnahme empfohlen. Wer viel Obst, Gemüse, Fisch, Nüsse isst und auf Fleisch, Fett und Süßes verzichtet, senkt sein Alzheimer-Risiko. Auch Kaffee und Tee können die Gehirnzellen schützen.
Sport Sportliche Betätigung wirkt für das Nervenwachstum anregend. Günstig sind dabei vor allem Ausdauersportarten (Laufen oder Walken). Die Bewegung sorgt nicht nur für eine bessere Durchblutung des Gehirns, sondern soll sich auch positiv auf das Wachstum auswirken – zumindest deuten Studienergebnisse darauf hin. Bereits ein halbstündiges Training dreimal pro Woche zeigt eine Wirkung.
Gehirntraining Ständiges Training im Sinne eines 'Gehirnjogging'. Wer sein Gehirn vor neue Herausforderungen stellt, sorgt dafür, dass sich neue Verknüpfungen und Verbindungen zwischen den Nervenzellen bilden. Das passiert übrigens jederzeit: Das Gehirn nimmt ununterbrochen neue Informationen auf, verknüpft diese mit bereits bestehendem Wissen, ordnet Inhalte neu zu. Ältere Menschen, die sich konzentriert mit komplizierten Texten und Gedächtnisaufgaben (etwa Kreuzworträtsel, Schachspiel und so weiter) befassen, haben ein wesentlich geringeres Risiko, an Alzheimer zu erkranken, als Menschen, die geistig nicht so aktiv sind. Wichtig: man fängt damit an, so lange man noch gesund ist.
Beruf und soziale Kontakte Kontakt und lebhafter Austausch mit anderen Menschen spielt eine sehr große Rolle bei der Vorbeugung vor dementiellen Syndromen. Ein Treffen mit Freunden und Bekannten, Knüpfung von neuen Kontakten halten geistig fit. Selbstbewusste Berufstätige, die sich Ziele setzen und eigene Strategien verfolgen, senken das Risiko erheblich.
Spaß am Leben Indem man was Neues lernt, Neues ausprobiert stellt man eine Herausforderung an das Gehirn. Man sollte sich etwas suchen, was Freude und Spaß bereitet. Solche neuen Eindrücke können das Erlernen eines Instruments, Erlebnisse während einer Reise, ein Gang ins Museum oder das Lösen von Denkaufgaben sein. Es eignet sich alles, was dem Gehirn neue Eindrücke verschafft. Hauptsache man gibt seinem Kopf die Anregung, die er braucht. Dabei sollte man für ausreichend viel Schlaf sorgen.

Mit Ausnahme des Gehirntrainings sind die hier definierten Faktoren nur Nebeneffekte der gesellschaftlichen Entwicklung. Ihre Verbesserung beeinflusst eine erhebliche IQ-Steigerung der Bevölkerung. Mit mentalem Training kann man die eigene Intelligenz noch weit mehr steigern.