Was ist Intelligenz?

Unter Intelligenz versteht man eine Menge verschiedener Denkfähigkeiten, die auf die geistige Leistungsfähigkeit eines Menschen hinweisen. Dazu gehören Auffassungsgabe, Lerngeschwindigkeit und die Fähigkeit, schnell neue Lösungen für Problemstellungen zu finden. Intelligenz ist mit geistigem Fitness zu vergleichen: Je intelligenter ein Mensch ist, desto höhere Hürden kann sein Hirn in kurzer Zeit meistern. Dies lässt sich durch einen Intelligenztest messen.

Was ist Intelligenzquotient?

Der Intelligenzquotient (IQ) beschreibt eine Kenngröße für die Bewertung des allgemeinen intellektuellen Leistungsvermögens eines Menschen. Die Bestimmung erfolgt mit einem Intelligenztest.

Intelligenztest

Ein Intelligenztest wird zur Messung der mentalen bzw. intellektuellen Leistungsfähigkeit im Rahmen der psychologischen Diagnostik eingesetzt und ermittelt in der Regel den Intelligenzquotienten. Aufgrund der zahlreichen Arten von menschlicher Intelligenz existiert eine große Vielzahl von verschiedenen Intelligenztests.

Auswertung

Nach der Durchführung eines Intelligenztests (der mehrere verschiedene Aufgaben enthält) wird eine Punktzahl ermittelt, die ins Verhältnis zu einer ausreichend großen, gleichaltrigen Bevölkerungsgruppe zu setzen ist. Damit kann eine Beurteilung der intellektuellen Leistungsfähigkeit des Probanden in Bezug auf vergleichbare Personen erfolgen und gegebenenfalls Schwächen identifiziert werden. Der größte Anteil der Bevölkerung hat einen Intelligenzquotienten im Bereich von 85 bis 115 IQ-Punkten. Je höher oder niedriger der Intelligenzquotient von dem genannten Spektrum abweicht, desto geringer wird die Anzahl an Personen, die einen gleichen Quotienten aufweisen können. Bei der Auswertung des Intelligenzquotienten wird die Skala mit einem Durchschnittswert von 100 IQ-Punkten angewendet.

Formen der Intelligenz

Verbale Fähigkeiten, Umgang mit Zahlen, räumliches Denken - das, was unter Intelligenz verstanden wird, ist ein eher akademisch ausgerichtetes Konstrukt. Intelligenz ist ohne Schulbildung nicht messbar. Um die gängigen Tests gut zu meistern muss schon mit Zahlen umgehen und abstrakt denken können.
Wer in einer solchen Prüfung schlecht abschneidet, muss deshalb noch lange nicht dumm sein. Vielleicht passen seine Talente oder seine kulturelle Prägung nur nicht zu diesem Konzept von Intelligenz. So kommt es bei den Tests vor allem auf Geschwindigkeit an. In einigen Kulturen aber gilt als unklug, wer zu schnell zu Entscheidungen kommt.

Weil die Vorstellung von analytischer Intelligenz Grenzen hat, haben Forscher noch andere Arten von Intelligenz definiert: emotionale (Umgang mit Gefühlen), soziale (Umgang mit anderen Menschen), praktische (Problemlösung in Alltagssituationen), kreative, musikalische und Bewegungsintelligenz.

Kann man Intelligenz trainieren?

Lange wurde das bezweifelt, im vergangenen Jahr aber zeigte eine Studie schweizerischer und amerikanischer Wissenschaftler, dass es doch möglich sein könnte: Nachdem Testpersonen komplizierte Aufgaben trainiert hatten, meisterten sie Intelligenztests umso besser, je mehr sie geübt hatten.